Obmann Neumann im Interview mit steirischen Medien

Wirtschaftsbund Kampange 2019

 

 

Von der Digitalisierung profitieren

Knapp 8.500 Betriebe gehören in der Steiermark der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT) an. Die drei Berufsgruppen verbindet vor allem eines: die Digitalisierung in all ihren Facetten. Dominic Neumann, Obmann der Fachgruppe, spricht im Interview über wertvolle Förderungen für Mitglieder, die Sichtbarkeit am Markt und die Erfolge der letzten Jahre.

 

Dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert, ist mittlerweile unbestreitbar. Was bedeutet das für die UBIT-Mitglieder?

Digitalisierung führt unter anderem dazu, dass die Welt immer schnelllebiger wird. Es wird zunehmend schwieriger, am neuesten Stand zu bleiben und aktuelle Trends oder Entwicklungen zu verfolgen. Wissen ist mittlerweile nicht nur eine wertvolle Ressource, sondern kann zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil führen. Für unsere Mitglieder ist es besonders wichtig, wenn nicht sogar notwendig, immer up-to-date zu sein. Schließlich sind sie selbst Impulsgeber für andere Unternehmen, nämlich ihre Kunden. Unsere Aufgabe als Fachgruppe ist es, diesen Wissensvorsprung bestmöglich zu unterstützen.

Und wie gelingt das der UBIT?

Das beginnt bei unserem kostenfreien Bildungsportal www.get-know-howww.at, das übrigens für alle zugänglich ist, und endet beim Trendit, unserem jährlichen Kongress. Hierbei ist mir besonders wichtig, aktuelle Themen praxisrelevant aufzubereiten.

Wenn Sie den UBIT-Mitgliedern einen einzigen Tipp mitgeben dürften, welcher wäre das?

Ich würde mir das KMU DIGITAL Förderprogramm ansehen – eine großartige Maßnahme, die kleinen Betrieben dabei hilft, ihre Potentiale zu heben und wettbewerbsfähig zu bleiben. KMU können sich Beratungs- und Umsetzungsleistungen rund um Digitalisierungsprojekte fördern lassen. Der Stopp der Förderung und das lange Warten auf die Verlängerung haben da leider viel Schwung rausgenommen. Deshalb bin ich sehr froh, dass WKO und Ministerium auch während der Zeit der Übergangsregierung konkret ins Handeln gekommen sind und die Fortführung der Förderung beschlossen haben.

Rund 70 % der UBIT-Mitglieder sind Ein-Personen-Unternehmen. Wie wird das in den Angeboten der Fachgruppe sichtbar?

EPU können oft weniger Ressourcen in die Kundenakquise investieren. Daher ist es wichtig, für Sichtbarkeit bei potenziellen Neukunden zu sorgen und die Kontaktherstellung zwischen Unternehmen, also den Kunden, und den UBIT-Expertinnen und -Experten so einfach wie möglich zu gestalten. Hier unterstützen wir mit unserem „Digi-Index“. Unternehmen können ihren Digitalisierungsgrad online abfragen und bekommen im Anschluss UBIT-Profis vorgeschlagen, die auf ihre zuvor ermittelten Bedürfnisse zugeschnitten sind.

So ähnlich wie bei einer Dating-Plattform?

Richtig! Unternehmen haben einen Bedarf, beispielsweise an Datensicherheit. Die UBIT-Mitglieder haben ein Angebot, z.B. zertifizierte IT-Security-Expertinnen und -Experten. Wir stellen online mit dem Digi-Index eine Plattform zur Verfügung, die Angebot und Nachfrage zusammenführt. Unternehmen sparen zeitintensive Recherchen, um einen passenden Berater oder eine Beraterin zu finden und die UBIT-Mitglieder werden bei potenziellen Kunden sichtbar. Eine Win-Win-Situation, sowohl für unsere Mitglieder als auch für die heimische Wirtschaft.